Nur Kunden, die einen gültigen Jahresbeitrag für ein Abonnement für die Printausgabe bezahlen, können Zugriff auf die Artikel im Volltext bekommen.
Bitte loggen hier: E-mail (Login)

Kennwort

Anmeldung
Vergessenes Kennwort?
Home | Mehr über uns | ABO | Anzeigen | Online Werbung | Gästebuch | Sitemap
Dienstag, 22. Januar 2019
SUCHE Erweiterte Suche Suche in Archiv  
rubriken
Wirtschaft
Politik
Kommentar
Branchen
Unternehmen
EU-Projekte
Recht & Gesetz
Kultur
Gesellschaft
Südosteuropa
Panorama
Lichtblicke
Interview
Jobs & Karriere
Analysen
Arhiv
Wecheselkurse der Balkanwahrungen

Stand: 07.06.2017

Staat
118.83 133.87
1.73728  1,95583
6,57842 7,39875
54.8006 61.6945
4.0528 4.5675
108,5424 122,2839
212,8619 239,64
Anzeigen

Kommentar

12.12.2018  
Editorial
Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

Unlängst habe ich die Kleinstadt Lom an der Donau besucht. Eine Stadt im Nordwesten Bulgariens mit etwa 25 000 Einwohnern und zugleich der Inbegriff für bittere Armut. Ich sollte ein Medikament für einen Bekannten besorgen - in der einzigen Apotheke der Stadt. Doch dieses war nicht vorrätig. Die Apothekerin erzählte mir, dass sie immer nur die billigsten Medikamente bestellten und geliefert bekommen – so die triftige Erklärung. Als ich so durch die Innenstadt und die Fußgängerzone schlenderte, fiel mir folgende Werbetafel auf: „Neue Kleidung!“ Das sollte sicherlich besagen, dass es sich hier tatsächlich um fabrikneue Ware handelte und nicht um Second-Hand-Artikel – somit ein Vorteil gegenüber den Wettbewerbern, auf den der Händler seine potentiellen Kunden aufmerksam zu machen versucht - eine verkehrte Normalität! Landesweit sind etwa 3 000 Second-Hand-Shops drauf und dran, einen Großteil der Bulgaren „einzukleiden“. Lom ist nur ein Beispiel dieser Statistik. Verzweiflung und Tristesse laueren auf Schritt und Tritt, ja sogar im Stadtzentrum. Die einzigen Farbtupfer weit und breit waren die Leuchtreklamen von Banken und Pfandhäusern, die alle hier,in der Einkaufsmeileihren Sitz haben. Sie sind es, die heutzutage Hochkonjunkturhaben, denn sie machen esquasi möglich, die Misere kurzfristig zu überbrücken – bis eben der erste private Gerichtsvollzieher vor der Tür steht, um daran zu erinnern, dass dies alles nur eine Illusion gewesen ist.


Volltext nur für Abonnenten der Printausgabe
Anzeigen
Home | Mehr über uns | ABO | Anzeigen | Online Werbung | Gästebuch | Sitemap