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Stand: 07.06.2017

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Nachrichten

12.12.2018  
Ein Geschenk, das einem Minister gebührt
Seit sechs Jahren wohnt der Finanzminister Vladislav Goranov unentgeltlich in einer Luxuswohnung, die ihm von einem wichtigen Geschäftsmann zur Verfügung gestellt wird

Vyara Stefanova

Die Geschichte erinnert erstaunlich stark an diese des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff. Nach einem Hinweis seitens der Opposition deckten Journalisten im Dezember 2011 auf, dass Wulff als Ministerpräsident des Bundeslandes Niedersachsen (2003 – 2010) ein Haus mittels eines Darlehens von einem befreundeten Geschäftsmanns, den er auf seinen Auslandsgeschäftsreisen mitgenommen hatte, erwarb. Wulff stritt es ab. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass er den freundschaftlichen Kredit heimlich zurückgezahlt hat und ein Bankdarlehen zu Vorzugskonditionen in Anspruch genommen hat, in dessen Genuss Normalsterbliche nicht kommen könnten. Dies hat seine Lage zusätzlich erschwert. Die Geschichte klärte sich weiter auf und es kamen neue Tatsachen ans Licht. Seine Gattin und er haben Einladungen für Übernachtungen in Hotels angenommen, für die Geschäftsleute aufkamen. Ferner folgten sie den Einladungen eines dubiosen reichen Mannes und finanziellen Spekulanten, ihren Urlaub in seiner protzigen Villa in Spanien zu verbringen. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein und am 17. Februar 2012 sah sich Wulff gezwungen, seinen Rücktritt einzureichen.

Goranov verlässt das Parlament wegen niedriger Einkünfte

Im Jahr 2014 erzählte Regierungschef Boyko Borisov, wie der damalige Abgeordnete und derzeitige Finanzminister Vladislav Goranov zu ihm gekommen sei und gesagt haben soll, dass er die Volksversammlung verlasse, weil seine Kollegen und Gleichaltrigen bereits Millionäre geworden seien, und er könne seine Familien mit seinem Abgeordnetengehalt nicht ernähren. Seinerzeit war Goranov 37 Jahre alt und teilte offenkundig die Auffassung nicht, dass ein Abgeordneter genug tun kann, um für die Ernährung nicht nur seiner eigenen Kinder zu sorgen, sondern auch für diese der Kinder der Menschen, die ihn gewählt haben. Ein Jahr später kehrte er neuerlich in die Politik zurück, inzwischen als Finanzminister, und die Höhe der Vergütung hatte offensichtlich keine sonderlich große Rolle gespielt. 

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