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Wecheselkurse der Balkanwahrungen

Stand: 07.06.2017

Staat
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09.11.2018  
Peevski – der neue nationale Erwecker
Jedes Volk hat die Erwecker, die sie verdient. In Bulgarien erweist sich als solcher Peevski, der sein neues Image durch ein weiteres Epitheton aufzupolieren versucht – nämlich Staatsmann. Wenn auch das amtlich gemacht wird, dann werden wir die Plündereien als Sorge für das Land bezeichnen.

Polina Paunova*

Neben jung und erfolgreich, wie sich der Abgeordnete der Bewegung für Rechte und Freiheiten (DPS) Delyan Peevski vor fünf Jahren selbst beschrieb, fügte er im Laufe der Zeit weitere Beinamen zu seinem Namen hinzu. Indem er einen kleiner Teil seiner Habe legal machte, verwandelte er sich plötzlich auch in Millionär und behielt dabei seinen Posten im Parlament bei. Somit bewies er, dass ganz gleich was ihm irgendwelche Menschen und Medien nachsagen, welch immer auch Bedenken er in der Gesellschaft hervorruft, ihn ein bestimmter Teil des Souveräns ganz legal weiter wählt und er so bescheiden den Titel „demokratisch gewählt“ trägt. Offensichtlich reichte all dies dem gescheiterten Chef der Staatlichen Agentur für nationale Sicherheit (DANS) nicht. Deshalb setze er seine Offensive zum Reinwaschen seines öffentlichen Rufes fort. Dieser Prozess geht allerdings mit einer obligatorischen öffentlichen Steuer einher, die all diejenigen, die einst oder momentan Unregelmäßigkeiten feststellten und Bedenken rund um die Persönlichkeit des Aushängeschildes der DPS hegten, zahlen müssen. 
Als Ergänzung zu seiner neuen Funktion mussten auch die Korrekturen im Bankengesetz bezüglich der Korporativen Handelsbank (KTB) wirken, die einerseits darauf abzielten, Peevski als besorgt (und natürlich als Distanz wahrend) um den Fall erscheinen zu lassen, andererseits sollten sie ihm den Experten zufolge gewisse Nutzen, z. B. materieller Natur, bringen. 
So mussten auch die Medientexte wirken, die der Herausgeber und Abgeordnete mit einem aus seinen Kollegen bestehenden Gefolge am Anfang des Jahres ins Parlament einbrachte und die am 1. November d. J. endgültig angenommen wurden.
Ursprünglich ähnelten die Korrekturen einer gesetzgebenden Rache an jenen Medien, mit denen Peevski ohnehin fast jeden Tag von den Seiten seiner Zeitungen abrechnete. Im Nachhinein korrigierten er und die anderen drei Co-Verfasser von der DPS ihren Entwurf als Antwort auf die Kritik. Kurz nach DPS teilte die Regierung auch mit, dass sie ein eigenes Gesetz über die Transparenz des Medieneigentums vorbereitet. Dieses ließ aber auf sich warten und die Abgeordneten der Mehrheitsparteien stimmten einstimmig für die Ideen von Peevski. Das bedeutet offensichtlich, dass das Projekt den Regierenden gut gefiel und sie deshalb auf ihre eigene Initiative verzichteten.


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