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Stand: 07.06.2017

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54.8006 61.6945
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Wirtschaft

04.10.2018  
Elektronik und Maschinen verdrängen Kraftstoffe und Getreide im Export 
Ein Problem ist die Diversifizierung der Märkte, Bulgarien nimmt den zweiten Platz in Bezug auf den Handel mit Entenfleisch, Kirschen und Schutzkleidung weltweit ein

Der Export von Waren mit höherem Mehrwert ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Somit nahm er fast ein Viertel des Gesamtexports ein, ohne dass der Waffenverkauf berücksichtigt wurde. Die Kraftstoffe, Verkauf von Strom und Getreide, die bis vor kurzem die ersten Stellen in der Exportliste Bulgariens einnahmen, wurden von Elektrotechnik und Elektronik, Produkten von Kathodenkupfer, Maschinen und Geräten verdrängt. Im Jahr 2017 belegte Bulgarien den zweiten Platz weltweit in Bezug auf den Handel mit Entenfleisch, vorläufig haltbar gemachten Kirschen, Schutzkleidung und Asbestschuhen. Das, was ein Risiko darstelle, sei die Diversifizierung der Märkte, da ein Achtel der Waren nur für einen Markt exportiert worden sei. Das ging aus einer Analyse der Bulgarischen Wirtschaftskammer (BSK) über den Außenhandel Bulgariens im Jahr 2017 hervor, die vom Experten Veselin Iliev erstellt wurde. Die Quelle der Angaben war das Internationale Handelszentrum in Genf, in dem auch Angaben weiterer 233 Länder mit einem unterschiedlichen Grad an Vollständigkeit bearbeitet wurden.
Bulgarien kletterte eine Position vorwärts und belegte bereits die 61. Position unter den Weltexporteuren im Vorjahr. Der Umfang der ausgeführten Waren betrug 30.2 Mrd. US-Dollar, indem die Elektrotechnik und Elektronik (ca. 3 Mrd. Dollar), Kupfer und Kupferwaren (über 2.7 Mrd. Dollar), Maschinen und Geräte (über 2.4 Mrd. Dollar) den größten Export aufwiesen. Die Energieträger – Kraftstoffe und Strom (2.4 Mrd. Dollar) gehörten nicht mehr zu den Top 3 und belegten die vierte Stelle. Danach kam das Getreide (über eine Mrd. Dollar), wie die Studie der BSK ergab. Im Zeitraum 2013 – 2017 nahm der bulgarische Export um 1 Prozent zu, während der Weltexport um drei Prozent sank. 

Der Aufstieg der Elektronik
Die Erzeugnisse der Elektronik und Elektrotechnik setzten ihren Exportaufstieg mit mittleren Jahreszuwachsraten von fünf Prozent in den letzten fünf Jahren fort, während für denselben Zeitraum der Weltimport um 1 Prozent zunahm. Das bedeutet, dass diese bulgarischen Hersteller auf den Globalmärkten konkurrenzfähig waren und andere Zulieferer verdrängten. Die Ausfuhr von Maschinen und Geräten verzeichnete auch ein Wachstum von zwei Prozent, während der Weltimport sein Niveau behielt.
Die Warengruppe „Kupfer und Kupferprodukte“ verlor einige Jahre in Folge an Positionen. Der Grund lag darin, dass die Preise sanken und im Kupferverarbeitungswerk Aurubis Bulgaria, das der größte Ausführer im Jahr 2016 war, zwei Monate lang Reparaturarbeiten durchgeführt wurden. Im Vorjahr aber verzeichnete es ein Wachstum von fast zwei Dritteln (64 Prozent) und somit wurde ein Teil der Altlasten reduziert. Die Ausfuhr von Kraftstoffen folgte dem globalen Abwärtstrend, während der Rückgang beim Getreide auf den Verlust externer Märkte zurückzuführen war. Die Eisen- und Stahlerzeugnisse schnitten sehr gut ab. Darüber hinaus gewannen die Ersatzteile und Maschinenknoten und Kunststofferzeugnisse immer mehr an Marktpositionen. Eine positive Tendenz ließ sich auch in der Pharmazie und im Konfektionskleidungssektor bemerken. All diese zehn Warengruppen machten 55 Prozent des Exports aus. Den Einschätzungen der Experten zufolge belief sich die Ausfuhr der Sonderprodukte (Militärwaren) auf ca. 1.15 Mrd. Dollar. Somit belegte sie die fünfte Stelle unter den führenden Export-Warengruppen in Bulgarien. Sie stand zwischen den Kraftstoffen und dem Getreide und wies eine beträchtliche Verbesserung gegenüber der achten Stelle im Jahr 2016. Wenn diese Ausfuhr zum genannten Betrag von 30.2 Mrd. Dollar hinzugefügt würde, näherte sich Bulgarien Griechenland in der Weltrangliste. Im ersten Quartal d. J. wurde ein Rückgang des Exports von Sonderprodukten um 150 Mio. Dollar verzeichnet.

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