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Wecheselkurse der Balkanwahrungen

Stand: 07.06.2017

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Kommentar

04.10.2018  
Editorial
Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

nach der Pleite der zypriotischen Versicherungsgesellschaft OLYMPIC hatten urplötzlich 200 000 Bulgaren trotz des Regulators keine Haftpflichtversicherung für ihre Pkw mehr. Und es kam noch schlimmer. Sie wurden verpflichtet, bereits an dem darauffolgenden Tag gleich eine neue abzuschließen, obwohl doch angeblich ein Garantiefonds existiert, gerade um ähnliche Vorfälle abzufangen.
Die fehlende Qualitätskontrolle von Straßenbaureparaturen kostete 17 Personen das Leben bei einem Busunfall in der Nähe von Svoge. Nachrichten seitens der bulgarischen Staatsanwaltschaft zu diesen beiden Ereignissen fehlten schier. Dafür aber sendeten die bulgarischen Fernsehsender mehrfach Video-Clips von der Campagne gegen die Hoteliers-Familie Vetko und Marinella Arabadjiev sowie den Spirituosen-Boss Minju Stajkov. Im Mittelpunkt dieser Bildersequenzen standen die Innenausstattung der Wohnungen sowie der Fuhrpark der Personen, gegen die gerade ermittelt wird, sowie Nahaufnahmen von Händen, welche das Geldzählen Dutzender Banknotenbündel „verrichteten“. In einem Staat, wo die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften defizitär ist, trugen die Bilder keineswegs dazu bei, der Öffentlichkeit das Gefühl für Gerechtigkeit zu vermitteln, sondern man fragte sich vielmehr, wie bei jeder massierten Kampagne von Staatsanwaltschaft und Sicherheitsdienst: „Warum gerade sie?“, „Wer hat das bestellt?“ und „Warum gerade jetzt?“. In beiden Fällen sammelten Staatsanwaltschaft und Sicherheitsdienste seit Jahren penibel Daten und Fakten, doch konkrete Delikte und Straftaten wurden bis dto. nicht angeprangert bzw. in Frage gestellt. Die Daten wurden nur zusammengetragen, damit in einem günstigen Moment bei Bedarf der Zugriff darauf gewährleistet ist. Diese Behauptung lässt sich auch dadurch bestärken, dass in beiden Fällen der Show-Effekt im Mittelpunkt stand. 


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