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Stand: 07.06.2017

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Kommentar

10.05.2018  
Editorial
Liebe Leserinnen, liebe Leser,

während der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft stellte der Bildhauer David Černý Bulgarien in seiner Brüsseler Installation als Collage türkischer Stehtoiletten dar – mit Verlaub des„unschönen“ Ausdrucks. Damals erzählte der Künstler, die Idee wäre ihm gekommen, als er sich an seinen ersten Bulgarien-Besuch vor vielen Jahren erinnerte. Die Provokation von David Černýerzürnte die Öffentlichkeit mächtig hierzulande. Den „feinsinnigen“ Geschmack, den die Medien des DPS-Abgeordneten DeljanPeevski demonstrieren, lässt oft Erinnerungen an die Darstellung von Černýwiederkehren.Es bleibt der Eindruck zurück, als wollten die Kollegen dieser Ausgaben die Fakten als solche völlig ignorieren und auf das einzige Ausdruckmittel, den Affront, zurückgreifen. So ist es immer, wenn man allein in der virtuellen Realität nach Fakten Ausschau hält.
Zeitnahhieß es im Jahresbericht der „Reporter ohne Grenzen“ (ROG-Bericht zur Pressefreiheit), dass Bulgarien noch weiter nach hinten gerückt istin der Rangliste der Pressefreiheit und nun auf Platz 111 gefallenist– und dies alles, wo doch eine grenzenlosen Zwanglosigkeit und Freizügigkeit in Wort und Schrift praktiziert wird, die Bulgarien nach und nach vereinnahmt. In der Rangliste der Presse- und Medienfreiheit bildet Bulgarien im EU-Vergleich, inkl. Westbalkan, das Schlusslicht – eine traurige Bilanz. Das lässt darauf schließen, dass Bulgarien über Medien verfügt, die sämtlich uneingeschränkt vom Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch machen, indem sie ungestraft Lügen verbreiten, Verleumdungen und Beleidigungen streuen, so dass Bulgarien bei Bewertungen der Medienfreiheit mit jedem Jahr weiter absackt. Doch derartige Schlussfolgerungen sind völlig legitim vorausgesetzt, dass es in Bulgarien viele Medien gibt, die immer nur einem einzigen Standpunkt frönen, und nicht eben viele Medien, die unterschiedliche Meinungen vertreten und zum Ausdruck bringen.
Der Premier Boyko Borissov sieht das Problem der Pressefreiheit als Problem der Journalisten. „Wir mischen uns da nicht in die Machenschaften der Medieneigentümer ein. Was können wir groß ausrichten? Das ist ein Problem von Euch, den Journalisten, und ihr ganz allein müsst es lösen. Arbeiten etwa BNR und BNT für die Regierung oder sehen Sie irgendwo eine regierungsfreundliche Politik? Ich habe den o. g. Medien kein einziges Interview gegeben“, sagte Borissov ergänzend. „Was wäre zu tun, damit Peevski und Prokopiev aufhören sich zu bekriegen? Ich weiß es nicht und deshalb tue ich auch nichts“, hieß es weiter.


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