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12.04.2018  
In Bulgarien wird nichts hergestellt
 
04_2018-04.jpg
 

Desislava Nikolova 
Institut für Marktwirtschaft

Sie haben diesen Spruch bereits gehört, nicht wahr? Sei es von Taxifahrern, Ingenieuren, Rentnern und sonstigen Bürgern, die die Wirtschaftsstatistik nicht aufmerksam verfolgen. Das hindert sie aber nicht daran eine gebildete Meinung über eine Reihe wirtschaftlicher Fragen zu haben.

Auch wenn es für manch einen seltsam klingen mag, stellt man in Bulgarien etwas her, dabei wächst die Herstellung immer mehr. Seit Jahren läuft in der Wirtschaft ein Prozess der Umstrukturierung ab, bei dem einige Zweige sich schnell entwickeln und ihren Anteil an der Wirtschaft erhöhen und andere schrumpfen und verlieren an Bedeutung. Zu den wachsenden Wirtschaftszweigen gehört die Industrie, die sich seit dem Jahr 2000 mit einem guten Tempo entwickelt und ausgenommen in den Zeiträumen der Krise (2009-2010) ihren Bruttomehrwert erhöht hat, d. h. dass immer mehr hergestellt wird. Ihr Anteil an der Wirtschaft stieg auch seit dem Anfang des Jahrtausends - von 21 Prozent im Bruttomehrwert im Jahr 2000 verzeichnete die Industrie einen Anteil von 24 Prozent im Jahr 2017.
Neben den Industriewaren produziert die Wirtschaft Bulgariens immer mehr Dienstleistungen, die auch oft unbemerkt bleiben. Der Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologien, das Outsourcing von Geschäftsdienstleistungen und der Finanzsektor gehören zu den immer mehr an Bedeutung gewinnenden Sektoren der Wirtschaft, wenn man von ihrem Beitrag zur Wirtschaft ausgeht. Der Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologien wies bereits einen Anteil von 5,5 Prozent am Bruttomehrwert (gegenüber 3,2 Prozent im Jahr 2000) auf. Das Outsourcing (das eigentlich der Hauptteil von den „Berufstätigkeiten und wissenschaftlichen Forschungen, Verwaltungs- und Unterstützungstätigkeiten“ ist) verzeichnete 6,1 Prozent und die Finanzen und das Versicherungswesen – 7,5 Prozent. Gleichzeitig ist der Sektor, der in den letzten 17 Jahren in der lokalen Wirtschaft am auffälligsten „an Boden verliert“, die Landwirtschaft. Dies kam trotz der erheblichen Subventionen im Rahmen der Gemeinsamen landwirtschaftlichen Politik und der nationalen Zusatzzahlungen. Bei den gesellschaftlichen Dienstleistungen (Verwaltung, Gesundheitswesen, Bildung usw.) und den Immobilien gab es auch eine, wenn auch etwas geringere, Senkung in den Anteilen.
Hier sind die Waren, die in Bulgarien immer mehr hergestellt werden. Die Teilsektoren der verarbeitenden Industrie, die sich seit dem Jahr 2000 am stärksten entwickeln, sind die Metallerzeugnisse, elektrische Anlagen, Möbel, Gummis und Kunststoffe, Ersatzteile für Autos, Maschinen, Ausrüstungen und Waffen, Computer- und Kommunikationstechnik, Fahrräder, Papiere und Pappen, Metalle u. a.
Bei den erwähnten Herstellungen lag das Wachstum der Produktion seit dem Anfang des Jahres 2000 bis Januar 2018 weit über dem für die verarbeitende Industrie durchschnittlichen Niveau und in manchen Fällen betrug es um das Drei- bis Vierfache (s. die Tabelle unten; die gekennzeichneten Teilsektoren weisen ein Wachstum über dem für die verarbeitende Industrie durchschnittlichen auf). Der Grund für die Expansion ist üblicherweise die hohe Wettbewerbsfähigkeit auf den äußeren Märkten und die erhebliche Ausfuhr der Produktion, was auch durch die Angaben über den Export bestätigt wird.

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