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Wecheselkurse der Balkanwahrungen

Stand: 07.06.2017

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Kommentar

09.11.2017  
Editorial
Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

das schlechte Medienumfeld, die Probleme im Bildungswesen und die intellektuelle Trägheit der Bürger in Bezug auf kritische Denkansätzebescheren Bulgarien neuerlich ein Negativ-Ranking. Bulgaren und Rumänen, Serben und Griechen sind europaweit in der Gruppe der Nachzüglerim Bereich Medienkompetenz angesiedelt und kaum in der Lage, das Phänomen der „Post-Wahrheit“ (Post-Truth, postfaktische Wahrheit) zu überwinden. Das zeigt eine Analyse des Instituts Open Society. Ob dies in der Tat so ist, zeigen einige interessante Ereignisse der letzten Tage. In Bulgarien lebt ein mythischer Verleger, Richter/Staatsanwalt, Geschäftsmann und Abgeordneter namens Deljan Peevski, der sich nicht gern in der Öffentlichkeit zeigt, nicht zur Arbeit im Parlament erscheint und auch nicht mit den Medien kontaktiert. Eben dieser Held, über den viele „erfolgreichen Politiker“ zu sagen pflegen, dass „ohne Peevski in diesem Staat schier gar nichts läuft“, hat in der vergangenen Woche einen Gesetzentwurf eingebracht, einen offenen Brief verschickt sowie ein Interview mit sich selbst veröffentlicht. Deljan Peevski installiert sich als Kämpfer gegen die „nochmaligePlünderei der KTB-Bank“. Weiterhin behauptet er, ein Kämpfer gegen den Hinterzimmerlobbyismus zu sein, der insgesamt schuld daran wäre, dass die bulgarische Wirtschaft buchstäblich für Pfennige verscherbelt wurde“. Bemerkenswert ist die Harmonie in der Denkart von Peevski und dem Ministerpräsidenten, der seinerseits ein wenig später beschloss, das Strafgesetzbuch ändern zu lassen, damit die Verantwortlichen für die verbrecherische Privatisierung vor 20 Jahren nun endlich zur Verantwortung gezogen werden können. Unklar bleibt dabei, wie die Privatisierungsgeschäfte behandelt werden sollen, die während seiner Amtsperiode realisiert wurden und die somit noch nicht verjährt sind. 


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