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Stand: 07.06.2017

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09.10.2017  
Editorial
Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Es ist sicherlich kein Zufall, dass Bulgarien als korruptestes Land in der EU identifiziert wird. Und während die Regierung versucht, ihre europäischen Partner davon zu überzeugen, welch durchgreifende Maßnahmen sie im Kampf gegen die Korruption angestrengt hat, würde ich gern über einen Fall berichten, der diese Kampagnewohl bestens illustriert. Bekanntlich ist eine unabhängige Berichterstattung eine maßgebliche Komponente bei der Korruptionsbekämpfung(denn es ist praktisch unmöglich, schier alle Journalisten zu kaufen). Schwer vorstellbar ist zudem, dass ein Abgeordneter der regierenden GERB-Partei vor laufender Kamera einem Journalisten eines führenden nationalen Fernsehsenders droht, dass er seine Anstellung verliert, weil er unbequeme Fragen stellt. Und dennoch wurden wir Zeugen eines solch brutalen und skrupellosen Verhaltens, als ein Abgeordneter im Studio eines privaten TV-Senders öffentlich quasi eigestand, dass die nationalen Senderseit längerembedrängt werden. Dieser Druck droht auszuufern, so dass die Erpressungnun ganz unverhohlen öffentlich stattfinden kann.Natürlich nicht ohne den Rückhalt durch die höchsten Etagen von Exekutive und Staatsanwaltschaft. Vor etwa einem Monat wurde die Co-Moderatorin des nun bedrängten Journalisten ohne jeden Kommentar des Arbeitgebers aus der Sendung eliminiert. Auch der Abgeordnete hat seinerseits als eine Art Abschreckung daran erinnert, dass ihn das gleiche Schicksal wie seine Kollegin ereilen könnte, die sich die Freiheit genommen hätte, unbequeme Fragen zu stellen, genauso wie er. Einige Minuten später war Valeri Simeonov, Vize-Ministerpräsident der Republik Bulgarien, Gast im Morgenstudio, der sich diesen Einschüchterungsversuchen bereitwillig anschloss. 


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