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POLITIK

20.03.2107  
Wir stellen den Kunden stets in den Mittelpunkt unserer Tätigkeit

Vorstandsvorsitzender und Landeschef von EVN Bulgaria Robert Dick im WB-Interview



Wie bewerten Sie die Entwicklung der EVN Bulgaria im vergangenen Jahr?
Das vergangene Jahr 2016 war das 11-te Jahr der Tätigkeit der EVN Bulgaria. 11 Jahre sind nicht wenig, jedoch in einem Geschäft wie die Energieversorgung, wo langfristig geplant wird und der Investitionszyklus ein sehr langer ist, ist das eigentlich ein ziemlich kurzer Horizont. Darüber hinaus werden die Erwartungen der Kunden und der Institutionen an die Energieversorgungsunternehmen nicht nur in Bulgarien immer höher und konkreter. Und hier ist unser Vorteil: Wir stellen den Kunden stets in den Mittelpunkt unserer Tätigkeit. So war es auch im Jahr 2016. Eines unserer wichtigsten umgesetzten Projekte war unseren Kunden eine höhere Prozessqualität in der Energieverrechnung zu bieten, indem wir die Zyklen für Verbrauchsfeststellung und Abrechnung verkürzt haben. Somit erhalten die Kunden bereits viel schneller Informationen über ihren Verbrauch und die entsprechende Rechnung, was die Informationsqualität verbessert. Diese Änderung unterstützt eine raschere Abwicklung des Verfahrens zum Lieferantenwechsel vom regulierten auf den freien Markt und ist daher auch als eine geeignete Maßnahme im Rahmen der fortschreitenden Liberalisierung des Energiemarktes in Bulgarien zu sehen.
Ein weiterer wichtiger Moment für uns im Jahr 2016 und weiterhin sind die Investitionen zur Reduzierung der technologischen Kosten in unserem Netz. Wir können stolz darauf sein, dass es uns in 11 Jahren gelungen ist, diese Kosten von fast 20 % bei der Privatisierung im Jahr 2005 auf unter 9% im Jahr 2016 zu senken. Das ist ein großer Erfolg, nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für das gesamte Energiesystem und den Kunden, denn so konnten wir den Verbrauch von mehr als 520 GWh Energie einsparen, was zu den besten Energieeffizienzmaßnahmen im Land gehört. Dieses Ergebnis ist nur mit gezielten Investitionen möglich, die auch durch das regulatorische Umfeld angeregt, ermutigt und unterstützt werden.
Ein wichtiger Bestandteil dieses Ergebnisses ist auch unser Projekt zur Implementierung eines Systems für die Fernablesung von Stromzählern, das wir bereits vor zehn Jahren begonnen haben. Bis heute haben wir mehr als 580.000 fernablesbare Zähler in verschiedenen Städten unseres Lizenzgebietes installiert. Die Implementierung des Systems beinhaltet nicht nur die Installation von Stromzählern, sondern auch die vollständige Bereitstellung der IT-Ausstattung in Trafostationen, was zum Aufbau einer komplett neuen IT-Infrastruktur zum Monitoring des Stromverbrauchs führt. Die Fernablesung des verbrauchten Stroms bietet eine Reihe von Vorteilen für uns und für unsere Kunden. Dazu zählen die Reduzierung der technologischen Kosten, bessere Aufdeckung von Manipulationsversuchen, Gewährleistung einer Ablesung im gesetzlich festgelegten Zeitraum, Unterstützung der Liberalisierung des Strommarktes, Kontrolle des Energieverbrauchs auch nach Trafostationen u.a. Dies ist nur ein Teil unserer erfolgreichen Projekte im Jahr 2016, wobei einige auch im Jahr 2017 fortgesetzt werden.

Der Sektor, in dem Sie tätig sind, ist reguliert. Wie haben sich in diesem Zusammenhang die politischen Turbulenzen im vergangenen Jahr auf Ihre Tätigkeit ausgewirkt?
Es ist uns allen klar, dass ein erfolgreiches Geschäftsklima eher in Ländern vorzufinden ist, wo Vorhersehbarkeit, Nachhaltigkeit und Stabilität der Institutionen gegeben ist. Dies gilt in vollem Umfang auch für den Energiesektor, in dem - wie ich erwähnt habe - die Planungen immer langfristig sind und eine klare Vision und Ausrichtung erforderlich ist. Bulgarien als Teil der Europäischen Union ist hier vollständig in die Ausgestaltung und Entwicklung der entsprechenden Leitlinien und Normen einbezogen. Änderungen gibt es überall, sowohl politische, als auch regulatorische. Entscheidend ist, dass sie nicht unerwartet, voreilig und ohne eine Folgenabschätzung durchgeführt werden, wie wir leider auch genug Beispiele aus der Vergangenheit haben.

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